Viele grossartige Ideen? – So priorisierst du sinnvoll
Viele grossartige Ideen? – So priorisierst du sinnvoll.
Bücher, Podcasts, Seminare, Workshops – es gibt viele Inspirationsquellen, die uns grossartige Ideen liefern. Doch oft bleiben viele dieser Ideen in der Schublade und schaffen es nicht in die Umsetzung.
Die Herausforderung besteht darin, die vielversprechendsten Ideen richtig zu priorisieren. Mir ging es gerade wieder so als ich nach einem Workshop eine Fülle von Ideen erhalten habe.
Welche davon ist nun die beste Idee?
Der Begriff «beste» ist dabei nicht objektiv, sondern vornehmlich sind das die Ideen, in die wir uns auf Anhieb «verlieben» – nur leider manchmal aus den falschen Gründen.
Unsere Wahrnehmung verzerrt sich meist zugunsten neuartiger, cleverer und innovativer Ideen. Ebenfalls liegen Ideen, die dem Ego schmeicheln oder eine grossartige Außenwirkung versprechen, ganz weit vorne.
Um diese Verzerrungen zu eliminieren, und Vorhaben erfolgreich zu priorisieren, empfehle ich dir einen Filterungsprozess, den ich ZKP nenne.
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Welche grossartigen Ideen hast du gerade und wie priorisierst du sie?
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Du hast ein inspirierendes Buch gelesen, einen Podcast gehört, warst auf einem informativen Workshop, hast ein anregendes Gespräch geführt oder im Urlaub mit Blick auf das Meer deinen Gedanken freien Lauf gelassen – es gibt viele Situationen, aus denen grossartige Ideen entstehen.
Obwohl du in diesem Moment vollkommen überzeugt von deinen neuen Ideen bist, schaffen es viele nicht über ein Gedankenkonstrukt oder die Schreibtischschublade hinaus in die Umsetzung. Ich möchte dir deshalb einen Ansatz vorstellen, mit dem du deine Ideen gezielt priorisieren kannst, sodass du letztlich einige davon erfolgreich realisierst.
Versetzen wir uns einmal in folgende Ausgangslage: Du warst auf einem dreitägigen Kongress und hast eine Fülle von Ideen erhalten, die für dein Unternehmen interessant sind. Schon jetzt bist du dir bewusst, dass aufgrund finanzieller und personeller Ressourcenengpässe nicht alle Vorhaben umgesetzt werden können.
Die entscheidende Frage, die jetzt entsteht: Wie priorisierst du die Ideen?
Wie wählst du die besten Ideen aus?
Der Begriff «beste» kann an dieser Stelle trickreich sein, denn häufig ist unsere Wahrnehmung verzerrt und mit einer falschen Priorisierung verlierst du wertvolle Zeit und Geld. Es gibt bestimmt Ideen, in die wir uns sofort «verlieben» – nur leider manchmal aus den falschen Gründen.
Filtere deine Ideen
Unsere Wahrnehmung verzerrt sich meist zugunsten neuartiger, cleverer und innovativer Ideen. Ebenfalls liegen Ideen, die dem Ego schmeicheln oder eine grossartige Aussenwirkung versprechen, ganz weit vorne. Um diese Verzerrungen zu eliminieren, und Vorhaben erfolgreich zu priorisieren, empfehle ich dir einen Filterungsprozess, den ich ZKP nenne:
- Zeitbedarf für die Realisierung: Wie schnell lässt sich das Vorhaben umsetzen?
- Komplexität der Realisierung: Wie einfach lässt sich das Vorhaben umsetzen?
- Profitabilität des Vorhabens: Wie profitabel ist das Vorhaben?
Bewerte nun jede einzelne Idee anhand dieser drei Kriterien auf einer Skala von 1 bis 10. Um das zu veranschaulichen, habe ich einige Beispiele für dich.
Doppelter Umsatz – hoher Aufwand
Du hast eine Idee an der Hand, mit der du deinen Umsatz verdoppeln und deine Profitabilität verdreifachen kannst. In der Bewertung zeigt sich jedoch, dass sowohl der Zeitbedarf als auch die Komplexität für die Realisierung enorm sind. Mit anderen Worten: Es ist eine grossartige Idee, aber wahrscheinlich nicht die erste, welche du in Angriff nehmen willst.
Social Media – schnell gemacht, wenig Profit
Du lernst einen neuen Hack für den Umgang mit den sozialen Medien. Bei der Bewertung stellst du fest, dass sowohl der Zeitbedarf als auch die Komplexität gering sind, aber die Idee kaum Profit abwerfen wird. Trotz der schnellen Umsetzung bringt dir diese Idee verhältnismässig wenig. Daher sollte sie ebenfalls nicht priorisiert werden.
Kundenbindungsprogramm – moderater Aufwand, moderate Erträge
Du planst, ein neues Kundenbindungsprogramm einzuführen. Die Bewertung ergibt einen moderaten Zeitbedarf und eine mittlere Komplexität bei der Umsetzung. Die erwarteten Erträge sind ebenfalls moderat. Diese Idee könnte eine gute Option sein, um bestehende Kundenbeziehungen zu stärken, sollte aber nicht unbedingt höchste Priorität haben.
Automatisierung eines Prozesses – geringer Aufwand, hohe Effizienzsteigerung
Du erfährst eine neue Möglichkeit zur Automatisierung eines internen Prozesses, der derzeit manuell durchgeführt wird. Die Bewertung zeigt einen geringen Zeitbedarf und eine niedrige Komplexität bei der Umsetzung. Obwohl die direkte Profitabilität möglicherweise nicht sofort sichtbar ist, führt die Effizienzsteigerung zu erheblichen Kosteneinsparungen und einer besseren Ressourcennutzung. Diese Idee könnte daher eine hohe Priorität erhalten.
Das «Golden Nugget»
Bei der Betrachtung einer weiteren Idee stellst du fest, dass der Zeitaufwand für die Realisierung überschaubar und die Komplexität gering ist. Ausserdem stehen nach kurzer Zeit bereits erste Erfolge in Aussicht. Dieses Vorhaben solltest du aufgrund der positiven Bewertung in allen drei Kriterien als erstes in Angriff nehmen.
Die Bewertung deiner Ideen anhand der drei ZKP-Kriterien bringt dich dazu, deine Priorisierung zu versachlichen. Gerade nachdem du einen Workshop, ein Seminar oder eine Tagung abgeschlossen hast, ist die Energie und die Begeisterung meist sehr hoch und dein «Ideenspeicher» prall gefüllt – jetzt liegt es an dir, diese Ideen sinnvoll zu priorisieren.
Hast du gerade viele grossartige Ideen? Lass mich gerne daran teilhaben und uns diese gemeinsam priorisieren. Buch gerne hier einen Termin mit mir.



