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Kennst du das wichtigste und dennoch meist vernachlässigte Führungsprinzip?

Kennst du das wichtigste und dennoch meist vernachlässigte Führungsprinzip?

Kennst du das wichtigste und dennoch meist vernachlässigte Führungsprinzip?

Vor einiger Zeit nahm ich an einem Online-Seminar des Managementgurus Darren Hardy teil. Thema: «The Keystone Principle of Leadership».

Damals steckte ich mitten in den Arbeiten zu meinem Buch «Das Phönix-Prinzip: Wege zu neuer Motivation und Exzellenz im Leadership» und hatte bereits über 85 Top-Führungskräfte zum Thema Führungsprinzipien interviewt. Daher war ich auf die Erkenntnisse von Darren Hardy äusserst gespannt.

🔹 Lead by Example
Darren kam gleich auf den Punkt: «The most important and most violated principle of leadership: Lead by Example». Dieses Prinzip hatte ich schon als junger Unteroffizier erlebt, als ich ein Team motivieren musste, sein Bestes zu geben.

🔹 Warum ist Vorleben so wichtig?
Darren argumentiert, dass Menschen primär durch Nachahmung lernen. Führungskräfte setzen oft die Messlatte für:
Persönlichen Einsatz und Verfügbarkeit
Qualität der Leistung
Kunden- und Serviceorientierung
Kostenbewusstsein

🔹 Herausforderungen des Vorlebens
Ein häufiger Einwand ist, dass Vorleben nicht sehr ansteckend sei. Viele Mitarbeitende sehen bei ihren Vorgesetzten andere Aufgaben und Verantwortlichkeiten als bei sich selbst.

Dieses Thema behandle ich auch ausführlich in meinem neuen Newsletter – sag mir gern deine Meinung zu diesem Führungsprinzip.

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Vor einiger Zeit nahm ich an einem Online-Seminar des Managementgurus Darren Hardy teil. Thema: «The Keystone Principle of Leadership»: wir lernen DAS wichtigste Führungsprinzip überhaupt kennen – so zumindest behauptet das seine Kommunikationsabteilung.

Damals steckte ich mitten in den Arbeiten zu meinem Buch «Das Phönix-Prinzip: Wege zu neuer Motivation und Exzellenz im Leadership» und hatte in diesem Zusammenhang bereits mehr als 85 erfahrene Top-Führungskräfte zum Thema Führungsprinzipien interviewt. Aufgrund dessen war ich auf die Erkenntnisse von Darren Hardy äusserst gespannt.

 

Lead by Example: Ein altbekanntes Prinzip

Darren kam gleich auf den Punkt. «The most important and most violated principle of leadership: Lead by Example». Das hatte ich doch schon vor fast 40 Jahren (!) einmal gehört …, und zwar noch vor dem Start meiner beruflichen Karriere. Als knapp 20-jähriger Unteroffizier musste ich aus einem «zusammengewürfelten Haufen» ein Kollektiv formen und dieses Team auch in schwierigen Situationen motivieren, sein Bestes zu geben.

Ich verbrachte viel Zeit mit meinen Soldaten und habe dabei sehr direkt gespürt, dass meine Handlungen und meine Werte zum Massstab meiner Soldaten werden. Ich habe die Bedeutung der Vorbildwirkung hautnah erlebt. Und ich erkannte schon damals, wie enorm anspruchsvoll es für mich ist, diesem Führungsprinzip zu jeder Zeit gerecht zu werden. Ein gutes, beispielhaftes Vorbild abzugeben, auch wenn man einmal nicht gut gelaunt ist, ist enorm schwierig und bedarf eines hohen Masses an Selbstdisziplin.

 

Vorleben, da Menschen ihre Anführer nachahmen

Gespannt lausche ich der Begründung von Darren, weshalb dieses Führungsprinzip das wichtigste von allen ist. Seine Überlegung: Menschen lernen primär durch Nachahmung, also durch Beobachtungslernen. Kinder imitieren in ihrem Verhalten ihre Eltern, später als Mitarbeitende eifern wir unseren beruflichen Vorbildern nach. Die Führungskraft setzt dabei oft die Messlatte.

Bei Kindern ist dieses Argument schlüssig. Bei erwachsenen Menschen in einem beruflichen Kontext wird der Effekt des Beobachtungslernens äusserst kontrovers diskutiert. Darren stellt sich auf den – vielleicht in den USA prononcierteren – Standpunkt, dass sich Mitarbeitende stets an ihrem Anführer orientieren. Dieser setzt den Standard bezüglich persönlichen Einsatzes und Verfügbarkeit, Qualität der Leistung, Kunden- und Serviceorientierung sowie Kostenbewusstsein. Er demonstriert mit seinen Werten und Handlungen, welches Verhalten in seinem Team erwünscht ist und welches nicht.

 

Vorleben ist nicht sehr ansteckend – oder doch?

Vorleben ist nicht sonderlich ansteckend – so lautet der häufigste Einwand gegen die Theorie von Darren Hardy. Wer bei passender Gelegenheit mit viel Pathos fordert, das Top-Management dürfe Veränderungen nicht nur von den Mitarbeitenden fordern, sondern müsse sie auch selbst vorleben, kann sich des allgemeinen Beifalls sicher sein – doch wie ist es in der Realität? Die ist wie so oft enttäuschend für die Führungskraft.

Die Mitarbeitenden, die überhaupt bemerken, dass die Führungskraft etwas vorlebt, begrüssen das zwar, machen aber keine Anstalten, es «nachzuleben». Nur der ehrgeizige Nachwuchs und ein paar wenige loyale Gefolgsleute schliessen sich in ihrem Verhalten den Chefs an. Der Hauptgrund, warum ein Gros der Mitarbeiter dem Vorbild ihrer Vorgesetzten nicht ohne Weiteres nacheifern, ist banal: Sie sehen bei den Vorgesetzten andere Aufgaben und Verantwortlichkeiten als bei sich selbst.

Zyniker meinen sogar, am besten funktioniere das Vorleben beim Überschreiten von Hemmschwellen: beim Verlängern der Kaffeepause, beim Vordrängeln in der Kantine oder bei ernsteren Regelverstössen. Gleich ob bei Geschwindigkeitsüberschreitungen oder dem Mitgehen-Lassen von Büromaterial – überall dort setzt das schlechte Beispiel Einzelner auch die Hemmschwellen bei anderen herab: «Wenn der das darf, darf ich es auch!»

Darin zeigt sich dann doch, dass wir Nachahmungslerner sind – sowohl im Positiven als auch im Negativen. Die Theorie des Nachahmungslernens, auch als soziales Lernen oder Modelllernen bezeichnet, postuliert, dass ein erheblicher Teil menschlicher Lernprozesse durch die Beobachtung und Imitation des Verhaltens anderer Individuen erfolgt. Diese Theorie wurde massgeblich von Albert Bandura entwickelt und ist eng mit dem Konzept der Spiegelneuronen verknüpft. Spiegelneuronen sind spezialisierte Nervenzellen im Gehirn, die sowohl bei der Ausführung einer Handlung als auch bei der Beobachtung derselben Handlung bei anderen aktiviert werden. Diese Neuronen ermöglichen es uns, Handlungen und Emotionen anderer Menschen zu verstehen und nachzuempfinden.

Insbesondere in der frühen Kindheit spielt das Nachahmungslernen eine zentrale Rolle beim Erwerb grundlegender Fähigkeiten wie Sprache, motorischer Fertigkeiten und sozialer Normen. Doch auch im Erwachsenenalter bleibt das Nachahmungslernen von Bedeutung. Es erleichtert die Anpassung an neue Umgebungen und Situationen sowie die Integration in neue soziale Gruppen.

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass das Nachahmungslernen nicht nur auf einfache Verhaltensweisen beschränkt ist, sondern auch komplexe kognitive Prozesse umfasst. So können Menschen durch die Beobachtung anderer lernen, Problemlösungsstrategien zu entwickeln oder bessere Entscheidungen zu treffen.

 

Worauf es wirklich ankommt

Trotz aller Einwände hat die Forderung nach dem Vorleben einen wahren Kern. Ich denke, es ist in der Tat kontraproduktiv, wenn das Handeln des Managements in krassem Widerspruch zu den eigenen Forderungen oder den gemeinsam getroffenen Vereinbarungen steht. Zum Beispiel, wenn der Verwaltungsrat Sparsamkeit predigt und gleichzeitig für teures Geld die Vorstandsetage renovieren lässt.

Das hat jedoch nichts mit mangelndem Vorleben zu tun, sondern mit dem sichtbaren Vorleben des genauen Gegenteils – sprich mit massiven Verstössen gegen die selbstgesetzten Regeln – und mit Widersprüchen zwischen Worten und Taten, die der Glaubwürdigkeit generell abträglich sind.

Ein exzellenter Chef achtet darauf, nichts von seinen Mitarbeitenden einzufordern, was er selbst nicht zu leisten vermag. Flexibilität zum Beispiel wird nur verlangt, wenn man selbst bereit ist, sich an neue Herausforderungen anzupassen. Dranbleiben und Projekte konsequent bis zum Ende verfolgen kann nur verlangt werden, wenn der Chef selbst in schwierigen Phasen nicht aufgibt und sein Team motiviert usw.

 

Authentizität führt zu exzellenter Führung

Viele sehr erfahrene Führungskräfte sehen in «Authentizität» den Schlüssel zu exzellenter Führung. Für alle Führungskräfte, für die es von Bedeutung ist, dass ihre Taten in Übereinstimmung zu ihren Worten sind: Vorleben bleibt eines der wichtigsten Führungsprinzipien.

Mich interessiert zu erfahren: Welche Erfahrungen machst du mit dem Vorleben im beruflichen Alltag?

 

Dein Weg zu Führungsexzellenz

In meinen Büchern «Die Heldenreise einer Führungskraft – wie du als Leader*in die beste Version deiner selbst wirst» und «Das Phönix-Prinzip: Wege zu neuer Motivation und Exzellenz im Leadership» zeige ich dir, wie du als Führungskraft deine Fähigkeiten und dein Führungsverhalten verbesserst und dein Team zu überdurchschnittlichen Ergebnissen führst.

Diese Bücher sind deine Begleiter auf dem Weg zur Führungsexzellenz. Entdecke praxisnahe Strategien und anregende Impulse, die dir helfen, authentisch und wirkungsvoll zu führen. Besuche auch gerne meine Autoren-Seite, um noch mehr zu erfahren.