Homeoffice, remote, hybrid, präsent – Führung benötigt Klarheit
Homeoffice, remote, hybrid, präsent – Führung braucht Klarheit!
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass das Homeoffice während und auch kurz nach Corona hochgelobt wurde.
Es bietet den Mitarbeitenden mehr Flexibilität, Unternehmen könnten sich Kosten sparen, indem sie Büroflächen verkleinern, und es erhöht die Produktivität.
Dann kam der «Fall» – der Streit darum, ob alle wieder ins Büro zurücksollen, entfachte.
Und so diskutieren wir noch heute, wie und in welchem Ausmass Mitarbeitende wieder ins Office zurückkehren sollen.
Es wird über dauerhafte Homeoffice-Lösungen, hybride Varianten oder die Vorgabe, wieder ganz präsent zu arbeiten, gesprochen.
Doch eines vermisse ich an dieser Stelle bei vielen Führungskräften: 𝐊𝐥𝐚𝐫𝐡𝐞𝐢𝐭.
Manche Führungskräfte glauben, dass sich ihre Mitarbeitenden so sehr an das Arbeiten von zu Hause gewöhnt haben, dass sie sie nicht wieder komplett zurückholen können.
Andere wiederum denken, dass Mitarbeitende den Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen brauchen, um gute Leistungen zu bringen.
Mit halb garen Lösungen und Mottos wie: «Wir versuchen es jetzt mal irgendwie» ist jedoch keinem gedient.
Entscheide dich für eine Option. Jetzt. Und kommuniziere das mit Klarheit und Rationalität.
Wie klar ist deine Regelung zu den Arbeitsmodellen und wie kommunizierst du sie an dein Team?
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Galt das Homeoffice oder hybride Arbeiten früher noch als eher ungewöhnlich, gehört es – angefacht durch Corona – mittlerweile zu einem der grössten Themen in Unternehmen. Zunächst wurde es hochgelobt, denn es bietet den Mitarbeitenden mehr Flexibilität, Unternehmen könnten sich Kosten sparen, indem sie Büroflächen verkleinern, und es erhöht die Produktivität. Der anfängliche «Hype» ist nun jedoch vorbei.
«Kampf um die Rückkehr ins Büro» oder «Streit um das Homeoffice» lautet nur eine kleine Auswahl an Schlagzeilen, die sich in den vergangenen Monaten mit der Rückkehr von Mitarbeitenden in die Büros beschäftigt haben.
In vielen Unternehmen wird also wieder heiss diskutiert, wie und in welchem Ausmass Mitarbeitende wieder ins Office zurückkehren sollen. Es wird über dauerhafte Homeoffice-Lösungen, hybride Varianten oder die Vorgabe, wieder ganz präsent zu arbeiten, gesprochen. Doch eines vermisse ich an dieser Stelle bei vielen Führungskräften: Klarheit.
Vielerorts herrschen die unterschiedlichsten Meinungen und Annahmen. Manche Führungskräfte glauben, dass sich ihre Mitarbeitenden so sehr an das Arbeiten von zu Hause gewöhnt haben, dass sie sie nicht wieder komplett zurückholen können. Andere wiederum denken, dass Mitarbeitende den Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen brauchen, um gute Leistungen zu bringen. Mit halb garen Lösungen und Mottos wie: «Wir versuchen es jetzt mal irgendwie» ist jedoch keinem gedient.
Der Trend geht ins Büro
Weltweit fordern Unternehmen ihre Mitarbeitenden zunehmend auf, ins Büro zurückzukehren. Laut einem globalen Bericht von JLL mit dem Titel «Is hybrid really working?» erwarten etwa 87 Prozent der Arbeitgeber, dass ihre Angestellten zumindest gelegentlich das Büro als Arbeitsort wählen. Rund 33 Prozent der befragten Unternehmen haben bereits eine Anwesenheitspflicht eingeführt, während weitere 27 Prozent diese Option in Erwägung ziehen. Dieser Trend folgt dem Beispiel einiger US-amerikanischer Technologiekonzerne wie Tesla und Finanzunternehmen wie Goldman Sachs, die Anfang des Jahres durch strikte Anwesenheitsregelungen aufgefallen sind.
Die während der Corona-Pandemie verbreitete Annahme, dass das Homeoffice eine dauerhafte Alternative zum Büro darstellen könnte, erweist sich für viele Unternehmen als nicht tragfähig. Nach drei Jahren des Experimentierens zeigt sich ein Wandel in der Wahl des Arbeitsortes durch die Beschäftigten. Sowohl Unternehmen als auch Mitarbeiter erkennen den Wert der persönlichen Zusammenarbeit im Büro an, die wesentlich zur Team- und Unternehmenskultur sowie zur Gesamtleistung beiträgt. Dabei spielen nicht nur die Arbeitsplatzstrategien der Unternehmen eine entscheidende Rolle, sondern auch die veränderten Präferenzen der Mitarbeitenden, die die Vorteile des Büros wieder schätzen gelernt haben.
Klare Worte schmecken nicht jedem
Elon Musk drückte sich in einer E-Mail klar zum Thema Homeoffice aus und schlug damit eine ganz andere Richtung ein, als viele Unternehmen es zu der Zeit taten.
Die Quintessenz daraus: «Wenn Du nicht persönlich anwesend bist, ist Deine Anwesenheit nicht mehr erwünscht.» Ob diese Worte nun auf Zustimmung stossen oder nicht, sei jetzt dahingestellt. Aber Elon Musk formuliert hier glasklar, was er erwartet, und lässt sein Team nicht im Ungewissen. Er löste damit eine Welle der Empörung aus, doch mittlerweile sehen es andere grosse Unternehmen ähnlich.
Drei verpflichtende Tage pro Woche im Büro: Diese Ansage gab es Anfang des Jahres von SAP-Chef Christian Klein. Regelmässige Büropräsenz trage entscheidend dazu bei, neue Ideen zu generieren und so den Wettbewerbsvorteil zu sichern, hiess es in einem internen Schreiben.
Neben SAP haben auch die Deutsche Bank und der Medienkonzern Axel Springer klare Ansagen gemacht, die ihre Mitarbeitenden wieder ins Büro holen. Doch allem Gegenwind zum Trotz bleibt das Homeoffice beliebt. Mehr noch: Die Beliebtheit steigt sogar weiter an, wie aus einer Studie der Bertelsmann Stiftung hervorgeht.
Der Anteil an Online-Stellenanzeigen mit Homeoffice-Option hat sich demnach seit 2019 verfünffacht. Im vergangenen Jahr lag die Quote im Durchschnitt bei 18 Prozent. Auf Monatsbasis überstieg der Wert zuletzt sogar 18 Prozent.
Schaffe Klarheit für dein Team
Was das Arbeitsmodell betrifft, so stehen hier grundsätzlich drei Möglichkeiten zur Verfügung. Entweder vollständig remote, hybrid (hier variieren die Tage, in der Regel sind es 1–3 Tage Homeoffice pro Woche) oder vollständig im Office. Unternehmen und Führungskräfte fragen sich aktuell, was der beste Weg ist – das geht zulasten der Klarheit. Es wird analysiert, wie es andere machen, welche Erfolge sie damit erzielt haben oder woran sie gescheitert sind. Welches Modell in anderen Unternehmen gewählt wird, sollte für dich allerdings keine Rolle spiele. Als Führungskraft entscheidest du, was für dein Team der beste Weg ist.
Entscheiden und klar kommunizieren
Entscheide dich für eine Option. Jetzt. Und kommuniziere das mit Klarheit und Rationalität. Vertritt deine Meinung klar und deutlich, so wie Elon Musk, der der Auffassung ist, dass ein Team in einer verteilten, hybriden Struktur keine grossartigen Leistungen erbringen kann. Für ihn fehlen an dieser Stelle die persönlichen Besprechungen am Flipchart, die spontanen Gespräche auf dem Flur oder am Kaffeeautomaten und das Coaching junger, neuer Mitarbeitender. Elon Musk glaubt, dass die Magie für Grossartiges nicht aufrechterhalten werden kann, wenn sich die Menschen nicht im selben Raum befinden.
Andere Führungskräfte sehen das ganz anders. Sie glauben, dass hybrid oder vollständig remote Arbeiten zu mehr Effizienz und Produktivität führen. Zudem sei nicht jeder Mitarbeitende davon angetan, ständig mit Kolleginnen oder Kollegen zu sprechen und allein zu Hause wesentlich zufriedener und glücklicher.
Wir werden wohl noch ein paar Jahre benötigen, um zu sehen, wer recht behält. Ich tendiere zu der Ansicht, dass Unternehmen ihre Dynamik und ihr operatives Geschäft aus der Ferne aufrechterhalten können. Aber, dass wahre Innovation flüssiger und erfolgreicher ist, wenn der persönliche Kontakt gegeben ist. Egal für welche Lösung du dich letztlich entscheidest, kommuniziere sie.
Wie klar agierst du in diesen und anderen Themen als Führungskraft? Lass uns gerne dazu in den Austausch gehen.



