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Die Erfolgsformel für Führungskräfte: Challengen, Coachen, Konfrontieren – Teil 2

Die Erfolgsformel für Führungskräfte: Challengen, Coachen, Konfrontieren – Teil 2

Die Erfolgsformel für Führungskräfte: Challengen, Coachen, Konfrontieren – Teil 2

Wie ich gerne sage, ist das Coachen der Teil der Führung, der wirklich Spass macht.

Nachdem du die richtigen Ziele gesetzt und sichergestellt hast, dass deine Mitarbeitenden gut ausgestattet sind, bietet dir das Coaching die Möglichkeit, sie zu unterstützen und anzuleiten.

In meiner gesamten Führungslaufbahn habe ich schätzungsweise ein Drittel meiner Zeit damit verbracht, die Menschen zu coachen, die für mich gearbeitet haben.

Durch das Coaching bekommst du ein tiefes Verständnis für deine Mitarbeitenden, ihre Herausforderungen, Ängste, Bedenken und auch Ambitionen und Ziele.

Coaching öffnet die Tür, um deine Erwartungen klar zu vermitteln und gegebenenfalls auch schwierige Botschaften zu überbringen und gibt dir die Möglichkeit, Mitarbeitende zu entwickeln und sie durch ihre Entscheidungsprozesse zu begleiten – ohne ihre Entscheidungen für sie zu treffen.

Letztendlich hat es aber jeder von uns selbst in der Hand, ob wir dem Rat eines Coaches folgen oder nicht.

Ich habe Menschen erlebt, die nicht bereit waren, sich anzustrengen und zu verbessern – und es wohl auch nie sein werden. Doch auch solche, die mit vollem Engagement an ihrer Entwicklung arbeiteten und ihre Ziele so erreichten.

Mehr zum zweiten Teil der Führungsformel «Challengen, Coachen und Konfrontieren» – dem Coachen – erfährst du in meinem aktuellen Artikel.

Wie viel Platz räumst du für dein Coaching und das deiner Mitarbeitenden ein?

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Im ersten Teil unserer Blogreihe hast du bereits einen allgemeinen Einblick in das Prinzip des Challengens, Coachens und Konfrontierens erhalten (detaillierte Informationen zu diesem Ansatz gibt es in meinem Buch «Die Heldenreise einer Führungskraft – wie du als Leader*in die beste Version deiner selbst wirst»). Auch habe ich dort die wichtigsten Erkenntnisse des Challengens zusammengefasst. Dabei geht es vor allem darum, wie wichtig es ist, klare Erwartungen zu setzen und Mitarbeitende herauszufordern, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ein gezieltes Herausfordern nicht nur die Leistung steigert, sondern auch das Selbstbewusstsein und die Zufriedenheit der einzelnen Teammitglieder fördert.

Mit diesen Erkenntnissen im Gepäck wenden wir uns nun dem nächsten Aspekt der Erfolgsformel zu: dem Coaching. Während das Challengen den Rahmen für Höchstleistungen setzt, bietet das Coaching die Möglichkeit zur Unterstützung und Anleitung – der Teil der Führung, der wirklich Spass macht.

 

Die Rolle des Coachings in der Führung

Nachdem du die richtigen Ziele gesetzt und sichergestellt hast, dass deine Mitarbeitenden gut ausgestattet sind, bietet dir das Coaching die Möglichkeit, sie zu unterstützen und anzuleiten. In meiner gesamten Führungslaufbahn habe ich schätzungsweise ein Drittel meiner Zeit damit verbracht, die Menschen zu coachen, die für mich gearbeitet haben.

Coaching ermöglicht es dir, ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen deiner Mitarbeitenden zu entwickeln und sie durch ihre Entscheidungsprozesse zu begleiten – ohne ihre Entscheidungen für sie zu treffen. Es hilft dir, ihre Ängste und Bedenken zu erkennen und einschränkende Überzeugungen sowie potenzielle Ablenkungen zu identifizieren. Coaching öffnet die Tür, um deine Erwartungen klar zu vermitteln und gegebenenfalls auch schwierige Botschaften zu überbringen.

 

Der Balanceakt zwischen Fordern und Fördern

Wenn du deine Mitarbeitenden in der Herausforderungsphase ausreichend gefordert hast, wechselst du kontinuierlich zwischen Coaching und Challengen, stets auf der Suche nach dem optimalen Punkt, an dem sie die Möglichkeit haben, ihre Höchstleistung abzurufen. Dieser Balanceakt erfordert viel Fingerspitzengefühl, um sicherzustellen, dass die Mitarbeitenden weder unterfordert und dadurch gelangweilt sind und weniger Leistung bringen noch überlastet werden und in einen ungesunden Stresslevel kommen.

Zudem solltest du bedenken, dass nicht jeder Mitarbeitende permanent Höchstleistungen erbringen kann, selbst wenn er stets sein Bestes gibt. Wir sind alle nur Menschen, und es gibt private Herausforderungen wie Krankheit oder familiäre Verpflichtungen, die sich auf die Arbeitsleistung auswirken. Eine Mitarbeitende, die zu Hause noch eine kranke Angehörige pflegen muss oder ein Mitarbeitender, der gerade eine schwere Scheidung durchmacht, sind trotz eines hohen Engagements nicht immer in der Lage die beste Leistung abzurufen. Als Führungskraft ist es daher unerlässlich, in deiner Coaching-Rolle auch über solche Themen zu sprechen und Empathie zu zeigen.

 

Empathie zeigen ohne Kompromisse bei den Erwartungen

Das bedeutet jedoch nicht, dass der Mitarbeitende sich auf diesen Umständen «ausruhen» darf. Es geht darum, Mitgefühl zu zeigen und Verständnis für schwierige Lebenssituationen aufzubringen, während du gleichzeitig sicherstellst, dass die Mitarbeitenden weiterhin die bestmögliche Leistung erbringen, die in ihrer Situation möglich ist. Selbstverständlich kann niemand von uns nach einem schweren Schicksalsschlag oder einer belastenden Situation direkt wieder 100 % abrufen, dennoch sollte nach einem gewissen Zeitraum wieder eine höhere Leistung einkehren.

Stellst du fest, dass du Mitarbeitende hast, die gefühlt jeden Tag ein schweres Schicksal erleiden oder über eine längere Zeit immer wieder auf ein bestimmtes Ereignis zu sprechen kommen, überspitzt gesagt im Sinne von «Mein Vater ist doch erst vor zwei Jahren gestorben, dabei war er erst 89», solltest du reagieren und sie gezielt darauf ansprechen und ihnen die Konsequenzen aufzeigen, die ihr Verhalten nach sich zieht. Kommt es daraufhin zu keiner Veränderung, nützt auch das beste Coaching nichts und es wäre sinnvoller, dich von so jemandem zu trennen.

 

Langfristige Karriereplanung unterstützen

Coaching ist nicht nur entscheidend, um die aktuelle Leistung zu bewerten, sondern auch, um bei der langfristigen Karriereplanung und -entwicklung zu unterstützen. Das gilt in deiner Rolle als Coach für deine Mitarbeitenden ebenso wie für dich als Führungskraft, wenn du ein Coaching für dich nutzt.

Es hilft in erster Linie, die entscheidende Frage zu beantworten: «Wie sieht meine Zukunft aus?»

Im Laufe meiner Karriere habe ich zahlreiche Gespräche mit Führungskräften geführt, um ihnen einerseits zu helfen, ihre Position im Gesamtbild zu verstehen und andererseits ihnen ihren potenziellen Karriereweg aufzuzeigen.

Zu vielen konnte ich sagen: «Es gibt keine Grenzen für das, was du erreichen kannst, wenn du es wirklich willst. Du hast das Potenzial, eine starke Führungspersönlichkeit zu werden, eine Kultur aufzubauen, ein Unternehmen zu führen und aussergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen. Ich werde dir helfen, deinen Weg zu finden und dir die Entwicklungsmöglichkeiten bieten, die dich voranbringen.»

Es gab allerdings auch Führungskräfte, bei denen das nicht zutraf, weshalb ich ehrlich sagen musste: «Ich weiss, dass du grosse Karriereziele hast, und das ist grossartig. Aber realistisch betrachtet musst du viel belastbarer werden, als du es jetzt bist. Andernfalls wirst du nicht weit kommen. Du musst lernen, ruhig und sachlich zu bleiben, um dein Team gut zu führen. Ohne diese Fähigkeit wirst du deine Ziele nicht erreichen.»

Und zur Mehrheit sagte ich: «Du machst einen grossartigen Job. Du erfüllst die Leistungsstandards, die ich für das Team festgelegt habe, und das ist nicht einfach. Aber jetzt gibt es einige Themen, an denen ich mit dir arbeiten möchte, damit du noch besser wirst.»

 

Jeder entscheidet selbst

Letztendlich hat jede Führungskraft und jeder Mitarbeitende es selbst in der Hand, ob er dem Rat eines Coaches oder respektive eines Vorgesetzten folgt oder nicht. Manche werden vielleicht nie bereit sein, die notwendige Anstrengung und Aufmerksamkeit aufzubringen, um sich zu verbessern. Andere hingegen blühen regelrecht auf, wenn sie von den Möglichkeiten erfahren, die sie haben, und wollen mehr erreichen. Du wählst selbst, auf welcher Seite du stehst.

Im dritten Teil dieser Blogreihe widmen wir uns dem «Konfrontieren». Dieser Punkt ist erforderlich, wenn Menschen auf die Phasen des Challengens und des Coachings nicht reagieren. Stell mir bis dahin gerne Fragen zu Challengen, Coachen, Konfrontieren oder erzähle mir von deinen Erfahrungen mit diesem Prinzip.