5 Wege, wie du den richtigen Wolf fütterst und dein Team inspirierst
5 Wege, wie du den richtigen Wolf fütterst und dein Team inspirierst.
Es ist Freitagnachmittag und du willst nach einer anstrengenden Woche einfach nur nach Hause. Und es kommt, wie es kommen muss: Die Bahn lässt wieder einmal auf sich warten …
Dann gehörst du jetzt wahrscheinlich zu den vielen anderen Menschen, die der Ansicht sind, dass ihre Gefühle durch das ausgelöst werden, was ihnen gerade passiert. Du ärgerst dich masslos darüber, im Regen zu stehen und zu warten.
Dabei entstehen deine Gefühle erst durch deine Bewertung einer Situation und durch deine Gedanken dazu.
Neben dir steht eine junge Frau, die sich gerade über den Regen freut, um zu testen, ob ihre neuen Schuhe auch wirklich wasserfest sind. Das heisst: In der vollkommen gleichen Situation können zwei verschiedene Menschen komplett unterschiedliche Gefühle entwickeln.
Es ist zu 100 % unsere Entscheidung, wie wir denken. Dazu gibt es eine inspirierende Geschichte, die jeder kennen sollte. Diese erzähle ich dir in meinem aktuellen Newsletter. Nur so viel sei verraten:
Überlege dir gut, welchen Wolf du fütterst, denn das mag am Ende sogar über deinen Charakter als Leaderin oder Leader entscheiden.
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Viele Menschen glauben, dass ihre Gefühle durch äussere Ereignisse ausgelöst werden. Ein alltägliches Beispiel, das wir alle schon erlebt haben, zeigt dies deutlich: Wir ärgern uns, wenn die Bahn wieder einmal verspätet ist und wir im Regen stehen.
Doch tatsächlich entstehen unsere Gefühle durch die Bewertung der Situation und unsere Gedanken darüber.
Das heisst: In der vollkommen gleichen Situation können zwei verschiedene Menschen komplett unterschiedliche Gefühle entwickeln. Während der eine sich freut, dass er jetzt überprüfen kann, ob seine Schuhe wirklich wasserfest sind, denkt der andere, wie ärgerlich es doch ist, hier im Regen zu stehen. Es ist zu 100 % unsere Entscheidung, wie wir denken. Dazu gibt eine inspirierende Geschichte, die jeder kennen sollte.
Schwarz oder Weiss – welchen Wolf fütterst du?
Ein warmer und friedlicher Spätsommerabend neigt sich dem Ende entgegen. Ein alter Indianerhäuptling sitzt mit seinem Enkel am Lagerfeuer. Langsam wird es dunkel, die Sonne versinkt hinter dem Horizont und die Bäume um sie herum beginnen, bizarr schaurige Schatten im Licht des Feuers zu werfen. Gierig züngeln die Flammen gen Himmel und der Grossvater blickt nachdenklich ins Feuer. Dann ergreift er das Wort: «Das Licht und die Dunkelheit sind wie die beiden Wölfe, die in unserem Herz wohnen.»
Wer gewinnt den endlosen Kampf?
Sein Enkel blickt auf und sieht ihn fragend an. Nach einer Weile des Schweigens beginnt der alte Indianerhäuptling ihm eine Geschichte zu erzählen: «In jedem von uns wohnen zwei Wölfe – ein weisser und ein schwarzer. Beide ringen seit Urzeiten um die Vorherrschaft in uns und damit in der Welt. Ein Kampf, der nie enden wird. Der schwarze Wolf steht für all die dunklen Seiten. Er arbeitet mit Angst, Ärger, Sorgen, Schuld, Lügen, Unterdrückung, Vorurteilen, Eifersucht, Neid, Gier, Überheblichkeit, Arroganz, Feindschaft und Hass. Er ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der weisse Wolf steht für die hellen Seiten. Er nutzt Vertrauen, Aufrichtigkeit, Offenheit, Wohlwollen, Güte, Verständnis, Mitgefühl, Freundschaft, Rücksicht, Hoffnung, Grosszügigkeit, Wahrheit und Freude. Dieser Wolf ist liebevoll, sanft und mitfühlend.»
Der Enkel schaut nachdenklich in das auflodernde Feuer. Funken steigen in den sternenklaren Nachthimmel und bis auf das Knistern der Flammen ist nichts zu hören. Nach einer langen Weile fragt er: «Welcher der beiden Wölfe wird gewinnen?» Der alte Häuptling sieht ihn eindringlich an und antwortet: «Es gewinnt der Wolf, den du am häufigsten fütterst!»
Bist du ein schwarzer oder weisser Führungswolf?
Diese Metapher ist besonders kraftvoll für Leaderinnen und Leader. Denn viele Führungskräfte stehen häufig vor der Herausforderung eine Entscheidung treffen zu müssen und es fällt ihnen schwer zwischen dem schwarzen und dem weissen Wolf zu wählen. Doch nicht nur bei Entscheidungen – auch im Umgang mit Mitarbeitenden, schwierigen Kunden sowie anstrengenden Lieferanten, kämpferischen Peers auf Führungsebene oder einem genervten Partner zu Hause – manchmal scheint es nicht angebracht, die Attribute des weissen Wolfs zu wählen.
Dennoch ist das Motto «nicht immer, aber immer öfter» eine Richtschnur, die aussergewöhnliche Führungskräfte auszeichnet. Bedenke, dass bereits Gedanken und Empfindungen zu subjektiven Wahrnehmungen, Vorstellungen, Standpunkten und einer Version der Realität werden können.
Unsere Wahrnehmung wird zu Worten und diese wiederum zu Handlungen und Taten. Wiederholte Handlungen werden zu Gewohnheiten, die unseren Charakter prägen – und dieser ist letztlich dafür verantwortlich, wie wir leben.
5 «Leckerli» für deinen weissen Wolf
Bewusste Entscheidungen treffen: In stressigen Situationen ist es leicht, impulsiv zu handeln. Nimm dir die Zeit, alle Fakten abzuwägen und eine wohlüberlegte Entscheidung zu treffen.
Empathie im Umgang mit Mitarbeitenden: Zeige Verständnis und Geduld, höre aktiv zu und biete Unterstützung anstatt Kritik oder Ungeduld.
Konstruktive Konfliktlösung: Gehe Konflikte konstruktiv an, suche nach fairen Lösungen für alle Beteiligten und vermeide defensive oder aggressive Reaktionen.
Selbstreflexion praktizieren: Erkenne Momente, in denen der schwarze Wolf die Oberhand gewonnen hat und nutze diese Erkenntnisse für bewussteres Handeln.
Vorbildfunktion leben: Zeige Integrität, Mitgefühl, Grosszügigkeit in deinem Handeln und inspiriere dein Team dazu ähnliche Werte zu leben.
Indem du bewusst den weissen Wolf fütterst, stärkst du nicht nur deinen eigenen Charakter, sondern inspirierst auch dein Team zu mehr Vertrauen, Mitgefühl und Zusammenarbeit.
Denke daran: Die Qualität deiner Führung hängt davon ab, welchen Wolf du wählst.
Wie du zur Heldin in deiner eigenen inspirierenden Führungsgeschichte wirst, erfährst du in meinem Buch «Die Heldenreise einer Führungskraft – wie du als Leader*in die beste Version deiner selbst wirst».



