C-Level sind nicht coachable!
«Coaching? Brauch ich nicht – mein Erfolg gibt mir recht.»
Genau diese Haltung macht viele C-Level uncoachable.
Dabei geht es nicht um fehlendes Wissen – C-Level lernen permanent.
Was fehlt, ist etwas anderes: die Bereitschaft, das eigene Verhalten zu reflektieren. Die Wirkung zu hinterfragen. Sich wirklich zu zeigen.
Denn je höher du stehst,
👉 desto leiser wird das Feedback
👉 desto stärker wird die Rolle zur Identität
👉 desto grösser wird die Illusion der Selbstgenügsamkeit
Marshall Goldsmith sagt es treffend: «What got you here won’t get you there.»
Was dich auf deine aktuelle Stufe gebracht hat, bringt dich nicht auf die nächste.
➡️ Warum viele im C-Level Coaching ablehnen
➡️ Welche Denkfehler sie daran hindern, sich weiterzuentwickeln
➡️ Und was es wirklich braucht, um coachable zu sein
… das beschreibe ich im aktuellen Newsletter.
Was denkst du – ist Coaching auf diesem Level noch hilfreich oder längst ein Fremdkörper?
Ich freue mich auf deinen Widerspruch. Oder deine Zustimmung.
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«Coaching? Brauch ich nicht. Mein Erfolg gibt mir recht.»
Diese Haltung begegnet mir oft – vor allem bei jenen, die ganz oben stehen: C-Level, die ihr Umfeld im Griff haben, die Resultate liefern, die scheinbar alles richtig gemacht haben.
Doch genau da beginnt das Problem.
Erfolg macht beratungs- und veränderungsresistent
Je höher jemand steigt, desto leiser wird die Kritik.
- Wer widerspricht schon freiwillig dem CEO oder dem CFO?
- Wer traut sich, unangenehme Wahrheiten auszusprechen?
Was früher als Führungsschwäche gegolten hätte, wird heute als Stilfrage verkauft.
Und je länger man ohne echtes Feedback arbeitet, desto schwerer fällt es, sich selbst zu hinterfragen.
Coaching ist keine Frage des Wissens, sondern des Verhaltens
CXOs lernen ständig. Sie lesen, analysieren, besuchen Weiterbildungen – daran mangelt es nicht. Was jedoch oft fehlt, ist die Bereitschaft, sich mit dem eigenen Verhalten auseinanderzusetzen – und mit dessen Wirkung auf andere.
Es geht nicht um neue Tools, Methoden oder Modelle. Es geht um Muster, um Wirkung, um blinde Flecken. Und die sind selten fachlicher Natur.
Leadership-Coaching ist keine Wissensvermittlung. Es ist ein Spiegel – für das, was du tust, wie du es tust und was es bei anderen auslöst.
Fünf Gründe, warum Coaching bei C-Levels oft scheitert
- Erfolg immunisiert gegen Zweifel: Wer gewohnt ist, Recht zu behalten, verlernt das Infragestellen.
- Die Rolle wird zur Identität: Entwicklung wird als Risiko gesehen – nicht als Ressource.
- Zeitmangel als Vorwand: «Dafür habe ich keine Zeit» schützt vor Selbstkonfrontation.
- Misstrauen gegenüber dem Setting: Offenheit wird mit Kontrollverlust verwechselt.
- Externe sind immer schuld: Wer bei jeder Stagnation zuerst auf den Berater, Coach oder den Markt zeigt, vergibt die Chance auf Veränderung.
Fallbeispiel: Drei Coaches später, gleiche Blockade
Neulich sprach ich mit einer Geschäftsleiterin, die bereits ihren dritten Coach verschlissen hatte. «Ich brauche endlich den richtigen», sagte sie.
Nach kurzer Analyse wurde klar: Der einzige konstante Faktor war sie selbst.
Coaching funktioniert nicht gegen Widerstand, sondern nur mit Bereitschaft.
Was fehlt: Psychologische Sicherheit an der Spitze.
Viele C-Level sind permanent «on stage». Ihre Aussagen werden gewertet, ihr Verhalten interpretiert, ihre Schwächen beobachtet. In einer solchen Umgebung verlernen sie, sich verletzlich zu zeigen – auch im Coaching. Dabei beginnt echte Entwicklung dort, wo Masken fallen dürfen.
Wer nie erlebt hat, wie es ist, sich ohne Rollenskript zu zeigen, wird im Coaching keine Tiefe erreichen.
Der Mythos der Selbstgenügsamkeit
In der C-Level-Logik gilt: Wer Hilfe braucht, ist fehl am Platz. Das ist gefährlich – denn es verhindert genau jene Selbstreflexion, die nachhaltige Wirksamkeit erst möglich macht.
Coaching ist keine Krücke. Es ist ein Instrument für jene, die weiterdenken als bis zur nächsten Zielvereinbarung. Je mehr Verantwortung du trägst, desto grösser die Gefahr, dass du nicht mehr siehst, was du auslöst.
Führung wirkt – immer auch systemisch
Viele betrachten Coaching als individuelles Entwicklungsinstrument. Doch Führung ist nie nur persönlich. Sie wirkt ins System. Gute Führung verändert nicht nur den Leader, sondern auch das Klima, in dem andere wachsen können. Coaching hilft nicht nur dir, sondern allen, die mit dir arbeiten.
Goldsmiths Gesetz: What got you here won’t get you there
Marshall Goldsmith bringt es in seinem lesenswerten Buch mit selbigem Titel auf den Punkt: Das Verhalten, das dich auf deine aktuelle Position gebracht hat – Durchsetzungskraft, Kontrolle, Detailorientierung – ist nicht zwangsläufig das, was dich auf die nächste Stufe bringt.
Und nein – nicht alle sind schon CEO. Viele C-Level haben genau diese Ambition. Umso wichtiger ist es, zu erkennen: Wer weiterkommen will, muss bereit sein, das eigene Verhalten zu hinterfragen. Nicht um es zu verleugnen, sondern um es gezielt weiterzuentwickeln.
Leadership auf dem nächsten Level heisst: bewusst anders wirken.
Der wahre Test: Bist du bereit – oder nur erfolgreich?
Die Frage ist nicht: Brauchst du Coaching? Die Frage ist: Bist du bereit?
Bereit, Feedback zuzulassen. Bereit, dich nicht hinter deinem Titel zu verstecken. Bereit, in den Spiegel zu schauen – und nicht gleich wegzusehen.
Denn genau darin liegt die Wirksamkeit eines guten Coachings. Nicht in der Methode, sondern in deiner Haltung.
Wenn du also das nächste Mal mit einem Coach oder einem Sparringspartner nicht weiterkommst, stell dir eine Frage: Liegt es wirklich am Coach? Oder könnte es sein, dass ich mich selbst mehr öffnen muss, um den maximalen Nutzen daraus zu ziehen?
Fazit: Wirkliche Leader lassen sich coachen – weil sie es können, nicht weil sie es müssen
Viele Mitglieder des C-Levels glauben, sie bräuchten kein Coaching mehr. Ihr bisheriger Erfolg ist für sie Beweis genug. Doch genau diese Haltung macht sie «uncoachable» – nicht, weil sie es nicht könnten, sondern weil sie sich nicht öffnen.
Die wirklich souveränen Leader? Die suchen kein Coaching. Die verlangen danach. Weil sie wissen: Weiterentwicklung beginnt nicht beim Wissen, sondern beim Verhalten. Und sie endet nicht mit dem Titel, sondern mit der Wirkung.
Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass dich etwas getroffen hat – im positiven Sinne – dann lass uns sprechen.
Ich biete dir ein kostenloses Erstgespräch an, um herauszufinden, ob du wirklich «coachable» bist – und wie ein professionelles Sparring deine Führungsqualität auf das nächste Level bringen kann.


